An dieser Stelle stellen wir Ihnen einige Projekte vor, die mit dem Energie-Bonbon unterstützt werden.
Ein Garten mitten in der Stadt
Für viele Menschen ist der eigene Garten in den Sommermonaten einer der schönsten Plätze. Wer keinen eigenen Garten hat, die Arbeit im Grünen oder den Genuss von selbst angepflanztem Obst und Gemüse allerdings nicht missen möchte, sollte einmal auf der Franz-Mehring-Straße 39 in Chemnitz vorbeischauen.
Der Anfang des Jahres gegründete Interkulturelle Garten e. V. wird gemeinsam mit Hobbygärtnerinnen und Gärtnern eine Fläche von 2.000 Quadratmetern in einen großen bunten Garten verwandeln. Obst- und Gemüsesorten, Kräuter, Blumen oder Heilpflanzen sollen gemeinsam angebaut werden. Aber auch Spielmöglichkeiten für Kinder und gemütliche Sitzecken werden entstehen und den fleißigen Frauen und Männern als Ort der Erholung und des Erfahrungsaustausches dienen.
In den Frühjahrs- und Sommermonaten wurden unter fachkundiger Anleitung Bäume beschnitten, Böden bearbeitet, Muttererde aufgebracht und in einer ersten Grundstruktur festgelegt, wo später einmal Beete, Wege oder Freiflächen entstehen sollen. „Im Herbst wollen wir mit dem Bau eines kleinen Garten- und Toilettenhäuschens und dem Anlegen eines Brunnens beginnen“, so Nadja Reibetanz vom Verein.
Mitmachen kann jeder, egal ob Jung oder Alt, egal ob Einheimischer oder Zugewanderter: Gemein-sam arbeiten, entspannen und einander kennenlernen inmitten der Stadt ist die Intention der Ver-einsgründer. Näheres dazu demnächst unter: http://www.bunteerde.de.
TheDrumBeat: Rythmus und Bewegung
„TheDrumBeat“ vereint Sport, Gesundheit, Musik und Integration miteinander.
Das kürzlich gestartete Projekt möchte die gemeinsame Sprache des Trommelns nutzen, um Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, Vorurteile abzubauen und um die Gesundheit aktiv zu fördern. Rund 20 engagierte Studenten, Mitarbeiter und Professoren der TU Chemnitz initiieren dabei für Schüler, aber auch für Senioren unterschiedliche Programme. Auch vernetzte und generationsübergreifende Projekte sind geplant.
Die Teilnehmer lernen nicht nur Trommeln als musikalische Ausdrucksform, viel mehr geht es auch um die Verbesserung konditioneller und koordinativer Fähigkeiten, gegenseitiges Kennenlernen, Teamfähigkeit und Selbstständigkeit.
Eines der ersten Projekte findet im Georgius-Agricola-Gymnasium statt. Mit Beginn des neuen Schuljahres werden etwa 25 Schüler der Förderschule für geistig Behinderte „Am Zeißigwald“ mit den 14 und 15jährigen Mädchen und Jungen des Gymnasiums zusammen trommeln. Vorbereitungen hierzu finden unterer anderem im Ethik- und Musikunterricht statt.
Hinter „The Drum Beat“ steht der 2009 gegründete Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie e. V. Schwerpunkte der Vereinsarbeit sind die Förderung der Forschung in den Bereichen Sport und Gesundheit unter Einbeziehung sozialer und therapeutischer Elemente. Die Angebote sollen langfristig zum Sporttreiben motivieren. Nähre Informationen unter: http://www.thedrumbeat.de/
Globus-inform: Zwei Sprachen - ein Ziel
Ein neues Land, eine neue Kultur, eine neue Sprache. Schön wenn es da etwas Vertrautes gibt, Menschen die zuhören, die Ratschläge geben, mit denen man zusammen etwas unternehmen kann.
Das Integrationszentrum „Globus e. V.“ wurde 2003 von Migranten für Migranten gegründet und ist seitdem stetig gewachsen. Rund 100, meist russischsprachige, Frauen und Männer, Mädchen und Jungen nutzen die vielfältigen Angebote des Vereins. Ob Themenabende, Ausflüge, Sportveranstal-tungen, Informationsveranstaltungen oder die zweisprachige Zeitung „Globus-inform“, das Miteinander zählt. Im Jahr 2006 wurde das Integrationszentrum mit dem „Chemnitzer Friedenspreis“ geehrt.
„Unser Anliegen ist es, die Zuwanderer in die gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Entwicklungen der Stadt Chemnitz einzubinden“, so Igor Shemykov, der seit Anfang an dabei ist. „Einsamkeit, fehlende Sprachkenntnisse, Existenzängste sind nur einige der Schwierigkeiten, mit denen sich Migranten auseinandersetzen müssen.“
Eines der Projekte des Vereins ist die seit nunmehr vier Jahren erscheinende deutsch-/russischsprachige Zeitung „Globus-inform“. Darin finden Themen aus und um Chemnitz ebenso Beachtung, wie Aktivitäten und Projekte des Vereins und der Mitglieder. Interessenten finden die kostenlose Zeitung zum einen auf der Homepage des Vereins unter http://www.globus-chemnitz.de/, aber auch auf Ämtern, Behörden und in Geschäften.
„Team Chemnitz“ tritt in die Pedale
Sommerzeit ist Radfahrzeit. Der Radsport begeistert viele Chemnitzerinnen und Chemnitzer, egal ob jung oder alt. So haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr sportlich ambitionierte Radfahrer in sogenannten Jedermann-Teams zusammengeschlossen. Gemeinsam wird bei Radsportveranstaltungen, Wettkämpfen oder zum Training kräftig in die Pedale getreten.
Aus diesen Entwicklungen heraus entstand die Idee, Sport und Stadtmarketing miteinander zu verbinden und ein Jedermann-Team mit dem Namen „Team Chemnitz“ zu gründen. Derzeit umfasst das Team bereits rund 50 begeisterte Radfahrerinnen und Radfahrer, die in den kommenden Wochen dafür sorgen wollen, dass Chemnitz als Stadt des Radsportes bundesweit bekannt wird. Übrigens in Chemnitz wird das gleichnamige Team mit mehreren Mannschaften beim Adelsberger Bike Marathon am 3. Oktober am Start sein.
Wer einfach mal im Team mitfahren möchte, hat jeden Sonntag ab 9.30 Uhr dazu Gelegenheit. Treffpunkt für die gemeinsame Tour sind die Pinguine in der Inneren Klosterstraße.
Unter www.team-chemnitz.com gibt’s ausführliche Informationen.
9. Chemnitzer Jugend-Open
Schach matt … heißt es am Samstag, dem 4. September in der Messe Chemnitz. Mehrere hundert Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden beim bundesweit bekannten 9. Chemnitzer Jugend Open gegeneinander antreten. Gespielt wird nach Schweitzer System in 7 Runden. Jeder Teilnehmer hat 30 Minuten Bedenkzeit.
Auch in seiner 9. Auflage wird das Turnier wieder mehr als 300 junge Schachspieler nach Chemnitz locken. „Allein 50 ehrenamtliche Helfer sind notwendig, um alles zu stemmen“, so Vereinsvorsitzender Rechtsanwalt Hans Joachim Schätz. Gemeinsam mit der USG Jugendschach Chemnitz müssen 100 Tische, 400 Stühle, 200 Sachbretter und 6.400 Figuren in Position gebracht werden.
Ein buntes Rahmenprogramm mit Stelzenläufern, Ritterspielen, Kinderschminken u. v. m. wird den Tag abrunden. So können sich die jungen Teilnehmer in den Pausen austoben und sind auch nach einer vielleicht verlorenen Partie noch mit Spaß dabei. Insgesamt warten 42 Pokale und wertvolle Sachpreise auf die besten Spieler des Turniers.
Der Chemnitzer Jugend Open e.V. besteht seit 2003. Hans Joachim Schätz und sein Team haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen die Lust am Schachsport näher zu bringen. Oft als „Randsportart“ belächelt, fördert Schach unter anderem Fähigkeiten, wie Konzentration, Vorstellungskraft, Beobachtung, logisches Denken und Geduld. Der Verein wirbt auch über die Grenzen von Chemnitz hinaus für den Schachsport, wie beispielsweise für die Europameisterschaft und die Schacholympiade in Dresden.
Anmeldungen für das 9. Chemnitzer Jugend-Open werden noch bis zum 30. August entgegengenommen. Nähere Informationen unter: http://www.chemnitzer-jugend-open.de/.
Fußball für Blinde und Sehbehinderte
Seit einem Jahr gibt es in Chemnitz ein Blindenfußballteam. Das besondere daran; es ist die erste Mannschaft in den neuen Bundesländern. Neun blinde und stark sehbehinderte Frauen und Männer gehen in ihrer Freizeit einer der in Deutschland beliebtesten Sportart nach; dem Fußball.
Unterschiede zum allgemeinen Fußball sind:
• Eine Mannschaft besteht aus vier Spielern und dem Torwart.
• Das Spielfeld misst 20 mal 40 Meter.
• Gespielt wird in zwei Halbzeiten je 25 Minuten.
Der Förderverein für Jugend und Sport e.V. ist Träger der Blindenfußballmannschaft des CFC und unterstützt die Mannschaft in organisatorischen und finanziellen Belangen. „Fußball ist ein Teamsport, der Menschen miteinander verbindet. Das gemeinsame Erleben und sportliche Erfolge fördern auch Selbstvertrauen und Selbständigkeit.“, so Eberhard Langer, Vorsitzender des Fördervereins für Jugend und Sport e.V.
Nach einer ersten erfolgreichen Saison in der Bundesliga dürfen sich die Spielerinnen und Spieler im Spätsommer auf einen geeigneten Sportplatz im Gelände des Sächsischen Förderzentrums für Blinde an der Flemmingstraße freuen. Die Platzweihe findet am 04.09.2010 um 13.30 Uhr statt.
Weitere Projekte des 1997 gegründeten Fördervereins sind die Organisation von Hallen- und Kleinfeld-Fußballturnieren für Kinder sowie die tägliche Betreuung von Kindern aus über 30 Kitas.
Nähere Informationen: http://www.chemnitzerfc.de/cfc/foerderverein/verein.html
Bogenschießen auch für Dich!
Für Menschen mit Behinderung gehören Sportangebote nicht einfach zum Alltag dazu. Sie sind eine seltene Ausnahme und oft schwierig realisierbar. Doch gerade pflegebedürftige Menschen, egal welchen Alters sollten von diesen Erlebnissen nicht ausgeschlossen werden.
Unter dem Motto „Bogenschießen auch für Dich! hat der Chemnitzer Verein Miteinander statt Gegeneinander ein neues Projekt initiiert. Mit Pfeil und Bogen, Zielscheiben und Fangnetz geht es direkt in die Einrichtungen, zu den Betroffenen. Ein Bogenschießtrainer zeigt wie es funktioniert.
„Bogenschießen ist relativ schnell zu erlernen und auch Erfolgserlebnisse stellen sich nach ein paar Versuchen ein. Der Sport fördert zudem das Zusammenspiel von Konzentration, Koordination und Geduld“, so Vereinsvorsitzender Ronny Pilz. Zwei Institutionen sollen jeden Monat besucht werden.
Der 2004 ins Leben gerufene Verein zählt mittlerweile mehr als 150 Mitglieder jeden Alters. Zu den angebotenen Sportarten zählen neben dem Bogenschießen auch Volleyball, Unihockey, An-geln und Hundesport. Darüber hinaus werden an Sportwochenenden und in Trainingslagern Wettkämpfe ausgetragen. Nähere Informationen unter http://www.msgev.oyla.de.